So ein Affentheater ...
24.09.2011
Im thüringischen Kummer bei Schmölln hat sich Familie Probst eine eigene Abenteuerwelt geschaffen.
Janni, Jatzek, Isidor, Klausi und Udo waren am vergangenen Samstag die Stars in der Manege. Die Mantelpaviane, die Maike und Jörg Probst seit Jahren dressieren, gehören zu den über 50 Tieren des
PROBST-Hofes. Unser Verein ermöglichte einer Gruppe von Menschen mit Behinderung, die Tierdressuren einmal hautnah mitzuerleben.
»In der Show erklären wir, wie wir die Tiere für die Bühne formen«, erzählt Maike Probst dem staunenden Publikum. Tierisches Wissen mit Spaß und Showeinlagen zu vermitteln, ist ihr Erfolgsrezept. Die Tiere fühlen sich in der Manege wie zu Hause. Mit scheinbarer Leichtigkeit zeigen sie ihre einstudierten Kunststücke. In den witzigen Darbietungen ist jedoch nie zu spüren, wie kompliziert und riskant die Arbeit mit Pavianen ist. »Die Kunststücke sind ein erfreuliches Nebenprodukt unserer Kommunikation mit den Tieren«, erklärt die Trainerin.
»Wir sind europaweit die einzigen Tiertrainer, die mit freilaufenden Pavianen arbeiten. Kein Tier wird so verkannt«, ist Maike Probst überzeugt.
»Jeder Blick, jede Mimik und Gestik der Affen hat eine Bedeutung.« Lange galten diese Affen wegen ihres Aggressionspotenzials und ihrer Unberechenbarkeit als nicht trainierbar. Umso größer ist die Anerkennung, die das Paar nicht nur in der Fachwelt genießt. Auch bei den Plauener Besuchern war die Begeisterung zu spüren. Ihre einstimmige Meinung: Das ist ja zirkusreif!
Zum Abschluss sorgte Familie Probst bei den behinderten Menschen aus dem Vogtland zusätzlich für einen ganz besonderen Moment: Mutige durften mit den erst kürzlich angeschafften Berberäffchen vorsichtig auf Tuchfühlung gehen. Eine Herausforderung auch für Maike Probst, denn »Ich muss ständig darum kämpfen, das ranghöchste Tier zu bleiben und Provokationen sofort zu klären. Diesen Stand habe ich mir in der Gruppe hart erarbeitet«.
nach oben